Aktuelle Fussball-Nachrichten



Dienstag, 24. April 2018

Stimmen: Klopp hadert mit Schiedsrichter Brych

Der FC Liverpool hat nach einem 5:2-Sieg gegen den AS Rom eine gute Ausgangsposition um das Finale der Champions League zu erreichen.

Stürmer Mohamed Salah war mit zwei Toren und zwei Vorlagen der überragende Mann des Spiels. Doch ein später Doppelschlag der Gäste trübt die Freude der Reds. Das zweite Gegentor fiel nach einem strittigen, aber vertretbaren Elfmeter nach einem Handspiel von James Milner. (SERVICE: TICKER zum Nachlesen)

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky und aus der Mixed Zone zusammen.(DATEN: Alle Ergebnisse im Überblick)

Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Na klar trüben die Gegentore die Laune, wenn man so ein Spiel macht und noch mehr Chancen hat als die fünf Tore und den Gegner wirklich beherrscht. Wir haben ehrlich gesagt mit einem anderen System gerechnet, aber offenbar war der Respekt dann zu groß, als dass sie das System vom Spiel gegen Barca gegen uns spielen. Aber das konnten wir relativ schnell justieren. Aber es war ein geiles Spiel. Die Bälle in die letzte Linie waren nicht zu verteidigen. Die waren im richtigen Moment und nicht im Abseits, sehr gut eingelaufen. Es hat alles gepasst. Aber du kannst mehr Tore schießen. Und dann haben die eine Chance. Und Dejan Lovren, was macht der für ein Spiel, ist bei einem Ball zu früh in der Luft. Und Trent, der auch ein Riesen-Spiel gemacht hat, ist in dem Moment nicht zur Absicherung da."

... über das Handspiel vor dem Elfmeter: "Dann haben sie ein bisschen mehr Druck gemacht und wir uns schwer getan. Das ist völlig normaler Reflex in dem Moment. Und dann gibt Felix Brych einen Elfmeter, der natürlich keiner war. Das werden ihm inzwischen wahrscheinlich auch ein paar Leute gesagt haben. Das hilft uns jetzt auch nicht wahnsinnig weiter."

... über das Rückspiel: "Rom muss gegen uns gewinnen. Und wir sind nicht Barcelona. Wir haben nicht die Champions League schon 13 Mal oder so gewonnen. Wir empfinden das als Challenge. Wir werden da hingehen und probieren, die Räume, die sie uns dann anbieten müssen, weil sie dann ein bisschen offensiver spielen, zu nutzen und auch in Rom zu gewinnen. Auch wenn da bisher noch keiner getroffen hat. Macht ja nichts. Damit muss ja einer anfangen.

... über das 5:2 im Hinspiel: Also: Es ist schwerer geworden durch die zwei Gegentore, aber hätte mir vorher jemand gesagt, dass wir mit drei Toren Unterschied gewinnen, hätte ich das auch genommen. 5:2 ist ein fantastisches Ergebnis nach einem überragenden Spiel. In einem Halbfinal-Hinspiel wird so ein Fußball gespielt, da wird nicht taktiert, nicht aufs Ergebnis geguckt, die Null zu halten oder so ein Zeug. Das ist Fußball, wie er sein soll. Deswegen bin ich super stolz auf die Jungs, sie haben ein geiles Spiel gemacht. Hinten raus haben wir dann, weil wir eben Liverpool sind und der Weg immer ein bisschen schwer, uns noch zwei Brocken in den Weg gelegt. Aber ich habe ein gutes Gefühl, dass die Jungs da auch drüber gehen können.

... über die Verletzung von Oxlade-Chamberlain: "Die eigentliche Katastrophe ist, dass wir Ox verlieren. Es sieht gar nicht gut aus. Wenn die Ärzte sich schon relativ sicher sind, dass es eine ernste Geschichte ist, ohne einen Scan, dann weiß man relativ zügig: Das wird in der Saison nichts mehr."

... über Mo Salah: "Da muss sich keiner Gedanken machen, dass ich da irgendwas mit zu tun habe. Wie er den ersten in den Winkel schießt, das hat er nicht bei mir gelernt. Die Laufwege von allen Jungs sind genial. Wie Bobby Firmino das zweite Tor vorbereitet, wie er da zwischen den Ketten steht, sich aufdreht und dann losmarschiert. Und Mo kreuzt den Weg und bekommt den Ball genau im richtigen Moment gespielt. Das ist überragender Fußball."

Loris Karius (FC Liverpool): "Es ist ein fader Beigeschmack, weil wir so überlegen waren und am Ende noch zwei Gegentore kassieren. Rom ist nicht ohne Grund im Halbfinale, die können Fußball spielen. Wir standen am Ende tief und konnten uns nicht mehr richtig befreien. Es ist trotzdem ein gutes Ergebnis, das man nicht schlechtreden darf."

... über das Rückspiel: "Es ist noch nicht durch. Rom wird nochmal alles probieren. Gegen Barca konnten sie drehen. Wir müssen die Sache konzentriert angehen."

... über die Stimmung: "Es ist ein super Gefühl für uns und pusht uns voran. Das ist Wahnsinn hier."

Jordan Henderson (FC Liverpool): "Wir haben ihnen zwei Tore geschenkt, das darf man in der Champions League nicht machen. Wir haben gesehen, was sie mit Barcelona gemacht haben. Es wird richtig schwer, aber wir müssen selbstbewusst sein."

Eusebio Di Francesco (Trainer AS Rom): "Wir sind gut gestartet, dann haben wir den Kopf verloren. Die frischen Spieler haben uns geholfen wieder in die Spur zu finden. Ich bin glücklich, dass wir eine Antwort gefunden haben. Im Rückspiel müssen wir an uns glauben und die selbe Einstellung zeigen, wie am Ende dieser Partie."

... über das Rückspiel: "Es wird kein Spiel wie gegen Barcelona - es wird sehr hart. Aber wir werden bis zum Ende alles geben, was wir haben. Wir müssen den Willen haben es umzudrehen."

Fazio (AS Rom): "Wir haben zweimal getroffen und hatten viele Chancen in der ersten Hälfte. Wir müssen an uns glauben und müssen Krieger sein"

Daniele de Rossi (AS Rom): "Wir dürfen an uns glauben und müssen für unsere Fans alles geben."

-----

Lesen Sie auch:

Die unglaublichen Torrekorde des Mo Salah
Klopp und England bangen um Oxlade-Chamberlain


Dienstag, 24. April 2018

Klopp und England bangen um Oxlade-Chamberlain

Der FC Liverpool und auch die englische Nationalmannschaft bangen um Alex Oxlade-Chamberlain.

Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler musste beim 5:2 (2:0)-Erfolg der Reds im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den AS Rom am Dienstagabend in der 18. Minute verletzt ausgewechselt werden. 

"Das sieht gar nicht gut aus. Das wird in der Saison nichts mehr. Eine Katastrophe", sagte der deutsche Teammanager Jürgen Klopp bei Sky. "Wir müssen die Diagnose nach einer genauen Untersuchung abwarten", teilte der Klub nach dem Spiel mit.

Offenbar erlitt Oxlade-Chamberlain, den Englands Teammanager Gareth Southgate fest für die WM-Endrunde in Russland (14. Juni bis 15. Juli) eingeplant hat, bei einem Zweikampf mit Aleksandar Kolarov eine Knieverletzung. Bevor er mit der Trage in den Kabinentrakt gebracht wurde, hatte sich der in dieser Saison starke Oxlade-Chamberlain vor Schmerzen gekrümmt.


Dienstag, 24. April 2018

Die unglaublichen Torrekorde des Mo Salah

Liverpool-Stürmer Mohamed Salah hat beim furiosen 5:2 im Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den AS Rom erneut Meilensteine aufgestellt.

Mit seinem Doppelpack in der ersten Hälfte steht der Ägypter bereits bei 43 Treffern in dieser Saison – so viele Tore gelangen dem Angreifer zuvor in drei Jahren zusammmen.

Mit seinen nun zehn Treffern in der Champions League ist Salah auch der erste Spieler des afrikanischen Kontinents, der neun oder mehr Tore in einer Saison in der Königsklasse erzielt hat. Obendrein ist er der zweitbeste Liverpool-Torschütze in der Geschichte des Klubs, obwohl er erst eine Saison im Dress der Reds spielt.

Auch in Sachen Tor-Klubrekord macht der 25-Jährige weiter Jagd auf Reds-Legende Ian Rush, der in der Saison 1983/1984 47 Treffer für Liverpool erzielte. Mit seinen 43 Treffern fehlen dem Ägypter nur noch vier Tore um Rush einzuholen.

Macht Salah so weiter, sollte diese Marke bei mindestens noch vier Spielen machbar sein.

Mit seinen Teamkollegen Roberto Firmino und Sadio Mane bildet Salah das erste Trio der Champions-League-Historie mit jeweils mindestens acht Toren in einer Saison.

Insgesamt hat Liverpool in der Königsklasse 2017/18 38 Tore erzielt, den Rekord hält der FC Barcelona, der 1999/2000 in 16 Spielen 45 Mal traf. Im aktuellen Format (13 Partien) schaffte Real Madrid 13/14 insgesamt 41 Treffer.

-----

Lesen Sie auch:

Klopp und England bangen um Oxlade-Chamberlain
Stimmen: Klopp hadert mit Schiedsrichter Brych


Dienstag, 24. April 2018

Salah-Gala! Klopps Liverpool fertigt Rom ab

Ausgerechnet der ehemalige Römer Mohamed Salah hat Jürgen Klopp und dem FC Liverpool die Tür zum Finale der Champions League ganz weit aufgeschlagen.

Die Reds gewannen nach einer erneuten Gala des Ägypters das Halbfinal-Hinspiel gegen AS Rom 5:2 (2:0) und haben alle Trümpfe in der Hand, um zum ersten Mal seit 2007 wieder das Endspiel der Königsklasse zu erreichen.

Stürmerstar Salah sorgte mit seinen Treffern in der 36. und 45. Minute maßgeblich dafür, dass Klopp in seinem 150. Spiel als Teammanager der Reds erneut jubeln durfte.

Roms später Doppelschlag trübt Freude bei Liverpool

Für den besten Torjäger der Premier League, der im vergangenen Sommer von Rom für 42 Millionen Euro an die Anfield Road gewechselt war, waren es im laufenden Wettbewerb die Treffer neun und zehn. Sadio Mane (56.) und der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino (61./69.) machten aus der mit 51.236 Zuschauern ausverkauften altehrwürdigen Arena ein Tollhaus.

Doch ein später Doppelschlag der Gäste durch Edin Dzeko (81.) und Diego Perotti (85./Foulelfmeter) trübte die Laune auf Seiten der Reds spürbar. "Und dann gibt Felix Brych einen Elfmeter, der natürlich keiner war. Das werden ihm inzwischen wahrscheinlich auch ein paar Leute gesagt haben. Das hilft uns jetzt auch nicht wahnsinnig weiter", kritisierte Klopp den Referee.

"Es ist ein fader Beigeschmack, weil wir so überlegen waren und am Ende noch zwei Gegentore kassieren", erklärte der deutsche Torhüter Loris Karius bei Sky.

Rom glaubt an erneute Aufhojagd

"Na klar trüben die Gegentore die Laune, wenn man so ein Spiel macht und noch mehr Chancen hat als die fünf Tore und den Gegner wirklich beherrscht. Wir haben ehrlich gesagt mit einem anderen System gerechnet, aber offenbar war der Respekt dann zu groß, als dass sie das System vom Spiel gegen Barca gegen uns spielen", bilanzierte Klopp nach der Partie.

Für den Reds-Coach wäre es nach 2013 die zweite Finalteilnahme im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb. Vor fünf Jahren unterlag Klopp mit dem BVB im deutschen Endspiel gegen Bayern München in London 1:2.

Die Bayern und Titelverteidiger Real Madrid stehen sich im zweiten Halbfinale gegenüber, sodass es in Kiew am 26. Mai wieder zu einem Duell der Supertrainer Klopp und Jupp Heynckes kommen könnte.

Doch die beiden späten Treffer lassen Rom hoffen: Gegen den FC Barcelona hatte die Roma im Viertelfinal-Rückspiel (3:0) ein 1:4 aufgeholt.(DATEN: Alle Ergebnisse im Überblick)

"Wir haben zweimal getroffen und hatten viele Chancen in der ersten Hälfte. Wir müssen an uns glauben und müssen Krieger sein", richtete Roms Verteidiger Fazio nach der Partie bei Mediaset den Blick nach vorne.

Rom startet mutig an der Anfield Road

Die Gäste hatten die erste Möglichkeit des Spiels. Nach Vorarbeit Dzekos scheiterte Kevin Strootman in der zweiten Minute am gut postierten ehemaligen Mainzer Schlussmann Loris Karius. Drei Minuten später hatte Firmino für die Reds die Führung auf dem Fuß.

Nach 18 Minuten musste Klopp dann den angeschlagenen Alex Oxlade-Chamberlain durch Georginio Wijnaldum ersetzen. Die Gastgeber wirkten kurzfristig schockiert, sie hatten Glück, dass Aleksandar Kolarov für den Barca-Bezwinger in der 19. Minute nur den Querbalken traf.(SERVICE: TICKER zum Nachlesen)

Nach und nach erspielte sich Liverpool im Duell der beiden Tabellendritten aus England und Italien ein Übergewicht. Nachdem Salah bereits eine gute Möglichkeiten vergeben hatte und ein Treffer von Mane wegen einer Abseitsstellung zu Recht nicht anerkannt wurde, wurden die Bemühungen der Gastgeber dann aber belohnt.

Liverpool führt Rom teilweise vor

Nach einem präzisen Zuspiel von Firmino ließ Salah dem brasilianischen Nationaltorhüter Alisson mit einem Kunstschuss aus 15 Metern keine Chance. Sieben Minuten vor der Pause wäre Alisson machtlos gewesen, als Dejan Lovren per Kopf nur die Latte traf. Salah baute dann aber mit seinem 43. Pflichtspieltreffer für Liverpool die Führung noch vor der Pause aus.

Liverpool gab auch nach der Pause klar den Ton an und führte spätestens nach den weiteren Treffern von Mane und Firmino die Römer nach allen Regeln der Kunst vor. Keine Mühe mit der Begegnung hatte der souveräne Münchner Schiedsrichter Felix Brych.

-----

Lesen Sie auch:

Klopp und England bangen um Oxlade-Chamberlain
Die unglaublichen Torrekorde des Mo Salah


Dienstag, 24. April 2018

Löwen so gut wie sicher Regionalliga-Meister

Der TSV 1860 München hat durch einen 2:0-Sieg beim FV Illertissen einen großen Schritt Richtung Meisterschaft in der Regionalliga Bayern und der damit verbundenen Aufstiegs-Relegation zur 3. Liga gemacht.

Bei drei noch ausstehenden Spielen und neun Punkten Vorsprung auf Verfolger FC Bayern München II ist den "Löwen" Tabellenplatz eins nur noch rechnerisch zu nehmen (DATENCENTER: Die Tabelle).

Am Sonntag (ab 15 Uhr LIVE  im TV auf SPORT1) kommt es im Grünwalder Stadion zum großen Stadtderby. In diesem können die Bayern den Rückstand auf sechs Punkte verringern und vor allem das Torverhältnis (derzeit um 16 Tore schlechter) positiver gestalten.

1860 München reicht ein Unentschieden, um sich die Relegationsspiele gegen einen Vertreter aus der Regionalliga Südwest zu sichern.

Bayern II gewinnt souverän

Für 1860 München trafen am Mittwochabend der eingewechselte Benjamin Kindsvater (68. Spielminute) und Nico Karger (74.).

Bayern München II setzte sich in Pipinsried mit 4:1 durch und verhinderte somit die vorzeitige Meisterfeier des Stadtrivalen.