Aktuelle Fussball-Nachrichten



Samstag, 24. Juni 2017

Nach Löwen-Aus: Olic beendet seine Karriere

Ivica Olic beendet seine Profikarriere nach 20 Jahren. Nach seinem Engagement beim abgestiegenen TSV 1860 München ist für den 37-Jährigen endgültig Schluss.

"Ich bin bereit, meine Fußballschuhe an den berühmten Nagel zu hängen. Ich denke, dass ich mit ruhigem Gewissen aufhören kann", sagte Olic der Bild.

Der ehemalige HSV- und Bayern-Profi blicke insgesamt auf eine "schöne Karriere" zurück. "Ich bin rundum glücklich, hatte viel Spaß, Freude und Erfolg. Ich kann sagen, dass ich in jedem Training und Spiel stets alles gegeben habe. Es ist ein Traum für mich, so lange auf hohem Niveau gespielt zu haben", resümierte der Kroate.

Zukunft ungewiss

Dass Olic seine Laufbahn mit dem Abstieg der Löwen beende, sei schade. "Ich mag diesen Traditions-Klub. Doch bei den Löwen lag wohl schon lange vieles im Argen", so Olic.

Der Stürmer will nun erst einmal nächstes Jahr den Fußballlehrer-Schein machen und sich dann entscheiden, in welcher Funktion er dem Fußball erhalten bleibt.


Samstag, 24. Juni 2017

Trapp gegen Kamerun im Tor? Löw zögert

Vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Kamerun am Sonntag (Highlights auf SPORT1) beim FIFA Confederations Cup haben Bundestrainer Joachim Löw und Leon Goretzka zur Presse gesprochen.

Löw berichtete von einer Trainingsverletzung von Emre Can. Der Mittelfeldmann ist im Training im Rasen hängengeblieben und umgeknickt.

Allerdings "scheint es nichts Größeres zu sein", so Löw: "Da müssen wir jetzt abwarten." Der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) genügt gegen den Afrikameister ein Punkt, um ins Halbfinale einzuziehen. Für Löw und Goretzka ist das Halbfinale das klare Ziel, ob als Erster oder Zweiter, sei dabei zweitrangig.

Löw wurde darauf angesprochen, ob die Torhüter-Rotation weitergeht und Kevin Trapp gegen Kamerun im Tor steht. Die Entscheidung darüber falle erst am Nachmittag, sagte Löw. "Wir müssen überlegen, ob wir die Rotation weiterführen oder wir uns auf einen festlegen."

Gegen Kamerun will Löw zumindest zwei bis drei frische Spieler bringen, Antonio Rüdiger wird auf jeden Fall in die Startelf rücken.

Auch die Wechsel-Gerüchte um Goretzka waren ein Thema. "Ich werde keine Wasserstandsmeldungen verkünden. Wenn es Fakten gibt, wie ich mich entschieden habe, werde ich das bekannt geben", sagte Goretzka dazu.

Löw berichtete von einem längeren Gespräch vor dem Turnier, in dem es um Goretzkas Zukunfts-Szenarien ging. "Er ist intelligent genug, die richtigen Schritte einzuleiten", sagt Löw.

Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

+++ Pause für Draxler? +++

"Ich werde morgen nicht mit der gleichen Mannschaft auflaufen wie gegen Chile und den ein oder anderen Neuen in die Mannschaft bringen. Weil diese Chance haben sie sich verdient. Es wird aber nicht jeder am Ende die gleiche Einsatzzeit haben. Ich stehe dazu, dass ich jeden Spieler Chancen geben will - unabhängig vom Ergebnis. Man sollte aber nicht sieben oder acht Positionen verändern. Ein Gerüst muss stehen. Vielleicht müssen Julian Draxler oder Jonas Hector auch mal pausieren. Vielleicht spielt Marvin mal von Anfang an. Drei bis vier Wechsel sind denkbar."

+++ Löw über Goretzka +++

"Ich habe mit Leon vor dem Confed Cup gesprochen. Da haben wir ein längeres Gespräch geführt, über verschiedene Szenarien und was er für Möglichkeiten hat. Da habe ich ihm meine Gedanken mitgeteilt. Das werde ich hier aber nicht mitteilen. Wir blenden das Wechselthema hier aus. Für ihn steht der Confed Cup jetzt im Vordergrund. Und das hat er hervorragend gemacht. Er ist intelligent genug, die richtigen Schritte einzuleiten."

+++ Hat Brasilien Selbstvertrauen zurückgewonnen? +++

Löw wird auf das 1:7 von Brasilien gegen Deutschland aus dem WM-Halbfinale 2014 angesprochen. "Sie haben sich ein Stück weit erholt. Ihre Ergebnisse nach der WM waren häufig sehr, sehr positiv. Sie machen einen gefestigten Eindruck. Brasilien gehört immer zu den Favoriten bei einem WM-Turnier."

+++ Löw drückt Russland die Daumen +++

"Es darf niemand denken, dass es ein Selbstläufer wird. Kamerun hat nichts mehr zu verlieren. Sie können nur noch gewinnen. Sie werden klar auf Sieg spielen. Der Gegner im Halbfinale wäre mir völlig gleichgültig. Ich würde es dem Gastgeber Russland von Herzen wünschen, weil es für den weiteren Verlauf des Turniers gut wäre. Das trägt zu einer guten Stimmung im Land bei."

+++ Trapp im Tor? +++

"Das weiß ich noch nicht. Das muss ich heute Nachmittag mit Andy Köpke besprechen. Jeder der Torhüter hat auf der Reise bislang gespielt. Bernd, Kevin und Marc. Müssen wir überlegen, ob wir die Rotation weiterführen oder wir uns auf einen festlegen."

Er plane, dass Toni Rüdiger in die Mannschaft zurückkehrt.

+++ Can umgeknickt +++

"Emre Can ist im Training umgeknickt. Er ist im Rasen hängengeblieben. Scheint nichts Größeres zu sein."

+++ Löw über die Frische +++

"Die Reisen sind nicht ganz ohne. Man muss den Spagat schaffen. Morgen tut uns sicher der ein oder andere frische Spieler gut. Dem ein oder anderen würde eine Pause gut tun", so Löw. "Morgen gibt es wahrscheinlich das laufintensivste und körperlich anstrengendste Spiel. Keine andere Mannschaft liebt es so wie Kamerun, den Gegner in Zweikämpfe, in Eins-gegen-Eins-Situationen zu verwickeln. Ein bis zwei neue Spieler machen Sinn."

+++ Löw lobt die Spieler +++

"Die Spieler bringen gute technische Voraussetzungen mit und ein sehr gutes Niveau. Wir haben uns auf drei oder vier Schwerpunkte konzentriert. Wir haben uns im Training sehr auf die Offensive und auf Abläufe fokussiert. Wir wollten Lösungen finden. Das hat die Mannschaft in wenigen Einheiten gut umgesetzt. Vor Chile stand der Fokus auf defensiver Struktur. Immer wieder kamen auch Fragen, wie man etwas lösen kann. Die Spieler sind sehr aufnahmefähig und lernwillig."

+++ Löw: Auch Platz zwei okay +++

Löw: "Die Phase zwischen beiden Spielen ist sehr sehr kurz. Es blieb nur eine kurze Trainingseinheit. Jeder aus dieser Gruppe kann theoretisch noch weiterkommen. Unser Ziel ist es, nach dem sehr, sehr guten Spiel gegen Chile, dass wir das Halbfinale erreichen - egal in welcher Position. Dann wäre ich absolut zufrieden. Das wäre vielleicht auch mehr, als man erwarten konnte."

+++ Löw bereit +++

Weiter geht es mit Joachim Löw.

+++ Goretzka über Löw +++

"Ich habe ihn nicht zum ersten Mal kennengelernt. Ich war ja schon im erweiterten Kader der WM", so Goretzka über Löw.

+++ Gruppensieg? +++

Goretzka erklärt, warum er in Sotschi bleiben will. "Man vermeidet einen weiteren Reisetag und hat einen Tag mehr Pause. Es ist nicht das verkehrteste der Welt, wenn man beim Essen aufs Meer guckt. Kamerun ist eine physisch sehr sehr starke Mannschaft. Wir versuchen, den Ball schnell laufen zu lassen, damit Kamerun nicht in die Zweikämpfe kommt. Wir werden versuchen, spielerische Lösungen zu finden."

+++ "Werde nicht abheben" +++

"Ich lasse mich nicht von Zeitungsberichten beeindrucken. Ich weiß um meine Qualität, werde aber nicht abheben", so Goretzka. Sein zweites Spiel sei weniger gut gewesen als das erste.

+++ Goretzka über Transfer-Gerüchte +++

"Zu den Wechsel-Gerüchten will ich eigentlich nichts sagen. Ich konzentriere mich auf den Confed Cup. Ich werde keine Wasserstandsmeldungen verkünden. Wenn es Fakten gibt, wie ich mich entschieden habe, werde ich das bekannt geben."

+++ Goretzka will Gruppensieg +++

"Man geht in so eine Gruppe rein, um sie zu gewinnen. Aber das übergeordnete Ziel ist das Halbfinale, auch als Zweiter", sagt Goretzka: "Es wird keine leichte Aufgabe gegen Kamerun."

+++ Los geht's +++

+++ PK mit Löw und Goretzka +++

Vor der Partie gegen Kamerun sprechen Joachim Löw und Leon Goretzka zur Presse. Die PK gibt es ab 12 Uhr im LIVETICKER.

+++ Gruppensieg möglich +++

Nach dem 1:1 gegen Chile trifft die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag beim FIFA Confederations Cup auf Kamerun. Mit einem Sieg gegen die Afrikaner könnte sich das Team von Joachim Löw den Gruppensieg sichern.


Samstag, 24. Juni 2017

DFB-Team bangt um Cans Einsatz

Die deutsche Nationalmannschaft bangt vor dem Gruppenfinale beim FIFA Confederations Cup am Sonntag (17.00 Uhr MESZ im LIVETICKER) in Sotschi gegen Kamerun um den Einsatz von Emre Can.

Der Mittelfeldspieler vom FC Liverpool knickte am Samstag im Abschlusstraining um und musste die Einheit abbrechen.

"Es scheint nichts Größeres zu sein, aber da müssen wir jetzt abwarten", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) genügt gegen den Afrikameister ein Punkt, um ins Halbfinale einzuziehen.


Samstag, 24. Juni 2017

Granaten? Müller bewertet Bayerns Transfers

Beim FC Bayern war vor dem Sommer-Transferfenster immer wieder der Begriff "Granate" zu hören. Nach den frühzeitig kommunizierten Deals von Niklas Süle und Sebastian Rudy (beide TSG Hoffenheim) folgte mit Corentin Tolisso (Olympique Lyon) der Rekordtransfer.

Eine richtige Granate war jedoch noch nicht dabei, doch Thomas Müller zeigt sich zufrieden.

"Es gibt viele Mannschaften, die eine Ansammlung an Weltklasse-Spielern zu Verfügung haben, es aber nicht schaffen, als Einheit auf dem Platz zu stehen", mahnt Müller in der Bild: "Es geht im Fußball darum, ein Weltklasse-Team auf den Platz zu stellen. Dann gewinnt man Titel."

Neuzugänge sollen Chance bekommen

Nach Müllers Einschätzung habe der Rekordmeister "sehr gute Jungs geholt, die großes Potential mitbringen".

Besonders beeindruckt zeigte sich der Weltmeister von der "Abgeklärtheit und enormen Ballsicherheit" eines Sebastian Rudy beim FIFA Confederations Cup gegen Chile: "Den braucht man für Spiele, in denen es um mehr geht."

Müller fordert deshalb, "diesen Jungs die Möglichkeit (zu) geben, sich zu zeigen".

Von Rekordeinkauf Corentin Tolisso habe der 27-Jährige zwar gehört. "Aber ich habe ihn noch nicht Fußball spielen sehen."

Müller braucht kein Gespräch mit Ancelotti

In die neue Spielzeit geht Müller derweil entspannt. Nachdem er unter Carlo Ancelotti zuletzt vornehmlich auf der Bank saß, sieht Müller keinen großen Redebedarf mit dem Trainer.

"Es ist wichtig zu kommunizieren, und das wird sicherlich auch stattfinden. Aber wir brauchen kein Gespräch, damit wir danach wissen, ob es rechts oder links geht oder ob man im März auf der Bank sitzt", so der Nationalspieler.


Samstag, 24. Juni 2017

Gelöschter Tweet von Lewandowski gibt Rätsel auf

Robert Lewandowski hat mit einem Post bei Twitter Rätsel aufgegeben.

Am späten Donnerstagabend schrieb der Stürmer des FC Bayern auf Polnisch: "Manchmal muss man zwischen den Zeilen lesen".

Kurz darauf wurde der kryptische Tweet auf Lewandowskis offiziellem Account aber wieder gelöscht.

Reaktion auf Bayern-Statement?

Doch einige Twitter-User hatten bereits Screenshots angefertigt und verbreiteten den kurzen Beitrag weiter.

Doch was wollte Lewandowski den Fans mit seinem Tweet sagen? Wo muss man manchmal zwischen den Zeilen lesen?

Bemerkenswert: Einen Tag vor Lewandowskis Post hatte der FC Bayern eine Stellungnahme zu seinem polnischen Torjäger abgegeben.

Bayern droht Interessenten für Lewandowski

"Robert Lewandowski hat einen Vertrag beim FC Bayern, den er vor Kurzem bis 2021 verlängert hat. Über einen Wechsel verschwendet der FC Bayern keinen Gedanken", teilten die Münchner Sky Sport News HD mit.

In der englischen Presse war zuvor berichtet worden, dass der FC Chelsea und Manchester United die Berater des polnischen Torjägers kontaktiert haben sollen.

Der FCB stellte hierzu klar: "Es gibt kein Gespräch mit anderen Vereinen und wird auch keines geben. Wenn andere Vereine mit Spielern verhandeln, die noch langfristige Verträge haben, riskieren sie eine Strafe der FIFA." Lewandowskis Berater habe versichert, dass keine Vertragsgespräche stattgefunden hätten.

Ob Lewandowskis gelöschter Tweet auf dieses Statement der Münchner anspielte? Darüber lässt sich natürlich nur spekulieren.

Der zeitliche Zusammenhang legt diese Schlussfolgerung allerdings nahe. Und würde zur derzeitigen Unzufriedenheit des Münchner Spitzenverdieners passen.

"Nicht wirklich zufrieden"

Lewandowskis Berater Maik Barthel hatte die Wechselspekulationen um Lewandowski zuvor selbst befeuert.

Er berichtete, sein Schützling sei enttäuscht von Trainer Carlo Ancelotti und seinen Teamkollegen, weil diese ihn im Kampf um die Torjägerkanone zu wenig unterstützt hätten.

"Er war so was von enttäuscht, wie ich ihn noch nie erlebt habe", sagte Berater Barthel dem kicker.

Lewandowski hatte die Torjägerkanone am letzten Spieltag der Bundesliga an seinen Dortmunder Widersacher Pierre-Emerick Aubameyang verloren.

Noch vor seinem Berater hatte Lewandowski selbst seinen Unmut über den Verlauf des Saisonfinales kundgetan.

"Ich war nicht wirklich zufrieden damit, wie mein Team mir geholfen hat. Ich war verärgert, ich war enttäuscht über die Einstellung des Teams", hatte er der polnischen Boulevardzeitung Super Express gesagt.